Der 1. September als Antikriegstag erinnert an den 1. September 1939, als das faschistische Deutschland Europa in die Katastrophe stürzte. … Die Nazis hatten in ihrer Propaganda und in ihrem Handeln von Anfang an auf den Krieg hin gearbeitet.
Wir müssen gemeinsam gegen die extreme Rechte, also gegen die AfD auftreten. Nicht nur hier, nicht nur heute, sondern noch viel öfter und an noch viel mehr Orten. Und nicht nur wir, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Nachbarn, unsere Kinder und unsere Enkel. Dann können wir es schaffen, unseren Ort, unser Land, unseren Planeten bewohnbar und lebenswert zu erhalten. Es gibt keine Alternative!
Am Samstag, den 23.6. lud Kultur*Konter zum Festival „Love Music, Hate Fascism!“ in den Gummersbacher Stadtgarten. Es war ein Fest für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt mit Musik von regionalen Bands und einem Markt der Vielfalt. Zusammen mit den Omas gegen Rechts haben wir Unterschriften für den NRW Appel AfD-Verbot.jetzt! gesammelt (NRW Appell – AfD Verbot jetzt!). Der 23. Mai war auch Aktionstag für die NRW-Kampagne. Der Tilly-Fisch, Maskottchen der Kampagne, kam am Nachmittag auch in den Gummersbacher Stadtgarten. „Wir sind mehr“ ist seine klare und zugleich fröhliche Botschaft.
Als Antifaschisten verurteilen wir von „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ die Schmierereien am CDU-Kreisbüro in Gummersbach.
Weil zwischen den Parolen an der Fassade auch die „161“ als Code für „Antifa“ steht, stellen wir Folgendes klar: Unser Grundgesetz ist im Mai 1949 als Antwort auf die Verbrechen des deutschen Faschismus formuliert worden, es ist in seinem Kern antifaschistisch. Antifaschismus ist eine demokratische Grundhaltung! Die Parolen auf dem Haus in der Fröbelstraße dagegen haben nichts mit Antifaschismus zu tun:
„Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.“ So beginnt der Aufruf des DGB zum diesjährigen 1. Mai. – Das damit der Nerv der Arbeitenden getroffen wurde, zeigte die starke Teilnahme an der Kundgebung in Gummersbach: Der Bismarckplatz war voll!
In der Bundesrepublik Deutschland wurde eine extrem rechte Partei verboten: 1952 erließ das Bundesverfassungsgericht das Verbot der „Sozialistischen Reichspartei“ (SRP). Damals hat die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer den Verbotsantrag gestellt.
Die Vorgeschichte des Verbots ist gerade aus heutiger Sicht spannend, viele Argumente von heute gab es damals schon.
An vielen Orten im Oberbergischen waren während der NS-Zeit Zwangsarbeitskräfte interniert. Die Baracken, in denen sie untergebracht waren, existieren nicht mehr. Erhalten sind die Gräber derjenigen, die die harten Arbeitsbedingungen und die schlechte Ernährung nicht überlebt haben.
Gerade im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es wichtig, der rassistischen Propaganda der AfD ein deutliches STOPP eintgegen zu setzen. Deshalb war der 21. März 2026 ein landesweiter Aktiontag für den NRW-Appell „AfD-Verbot Jetzt!“.
Auch in Gummersbach waren wir wieder auf der Straße:
Der große Philosoph und Humanist Jürgen Habermas ist am 14. März 2026 im Alter von 96 Jahren gestorben. Er war in Gummersbach zur Schule gegangen und hatte das Abitur am Gymnasium an der Moltkestraße abgelegt.
Habermas hat sich immer öffentlich für Demokratie und Menschenrechte, gegen Rechtsextremismus ausgesprochen. Als bei der Kommunalwahl Ende August 2009 erstmals die Rechtspopulisten von „Pro NRW“ im Oberbergischen kandidierten, hatten wir von „Oberberg ist bunt“ eine Plakatwand gemietet, auf der Bürgerinnen und Bürger des Kreises unter der Überschrift „Wir Oberberger zeigen Gesicht für die Vielfalt“ forderten: „Keine Stimme den Rechtspopulisten!“
Mahnwache für Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Păun, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov und Fatih Saraçoğlu, die am 19. Februar 2020 in Hanau einem rassistischen Anschlag zum Opfer fielen.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder am 19. Februar eine Mahnwache für die Opfer des rassistischen Terrors von 2020 abgehalten. Wir müssen regelmäßig daran erinnern, denn Rassismus und Menschenfeindlichkeit werden zu einer immer größeren Gefahr für unsere Gesellschaft.
Schon am Vortag des offiziellen Auftakts zum NRW-Appell hatten wir am 7. Februar in Gummersbach einen Infostand zur Unterschriftensammlung. Wir waren etwas unsicher, wie das wohl läuft. Doch das Ergebnis war überwältigend:
Es waren von Anfang viele dabei, nicht nur zum unterschreiben, sondern auch um die Menschen in der Stadt anzusprechen. Und das klappte: Es gab großes Interesses, es gab viel positives Echo, es gab jede Minute neue Unterschriften. Gut, dass wir mit mehreren Listen parallel sammelten, da war die Wartezeit für die Unterschreibenden nicht so lang.